MTP: mit Bastian Siebers & Julia Piep // Flaconi (#13)
Shownotes
In dieser Folge des Marketing Transformation Podcasts spricht Erik Siekmann mit Bastian Siebers, CEO von Flaconi, und Julia Piep, Head of CRM bei Flaconi.
Flaconi ist eines der führenden E-Commerce-Unternehmen im Beauty-Bereich – stark wachsend, profitabel und in den letzten Jahren zunehmend international aktiv. Unter dem Motto „Beauty in your Pocket“ verfolgt Flaconi eine mobile- und social-first Strategie.
Im Gespräch geht es um die zentrale Rolle von Kundenbindung und CRM für Wachstum und Profitabilität. Das CRM-Team ist in den letzten Jahren von 3 auf 15 Mitarbeiter angewachsen und setzt auf Maßnahmen wie Automatisierung, Segmentierung und Gamification.
Weitere Themen des Gesprächs sind:
- Wie KI-basierte Segmentierung Newsletter-Kampagnen personalisiert und die Relevanz steigert
- Welche Rolle Lifecycle-Kampagnen für Wiederkäufe und langfristige Kundenbindung spielen
- Wie Automatisierungen Prozesse effizienter machen und Touchpoints entlang der Customer Journey optimieren
- Warum Gamification-Elemente wie Gewinnspiele, Wettbewerbe und Belohnungssysteme das Engagement erhöhen
- Wie Flaconi durch kontinuierlichen Austausch mit anderen Unternehmen und Konferenzen neue Impulse erhält und diese schnell umsetzt
- Welche organisatorischen und technologischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um CRM erfolgreich zu skalieren
Über Bastian Siebers & Julia Piep
Bastian Siebers ist seit 2022 CEO von Flaconi und treibt die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens mit Fokus auf internationales Wachstum, Profitabilität und Kundenzentrierung voran. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Führung von E-Commerce- und Digitalunternehmen und gilt als ausgewiesener Experte für Transformation und Skalierung. Julia Piep leitet als Head of CRM das stark gewachsene CRM-Team von Flaconi. Mit ihrem datengetriebenen Ansatz verantwortet sie die Konzeption und Umsetzung von Retention-Maßnahmen, Segmentierungen und Lifecycle-Programmen und gilt als Expertin für kundenzentrierte CRM-Innovationen.
Der Engage & Retain Podcast wird produziert von TLDR Studios.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:17: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Marketing Transformation Podcasts.
00:00:21: Heute mit einem ganz besonderen Unternehmen und zwei ganz besonderen Gästen.
00:00:26: Einen Wiederholungstäter, Bastian Siebers.
00:00:28: Und ich freue mich sehr, heute mit Julia Piep, die Head of CRM, sprechen zu können, über das großartige Unternehmen Flakoni.
00:00:35: Moin ihr zwei.
00:00:37: Hallo Erik, wir freuen uns sehr dabei zu sein.
00:00:39: Hallo auch von mir, ich freue mich auch sehr dabei zu sein.
00:00:41: Und ich freue mich erstmal wieder bei Flakoni zu sein.
00:00:44: Warum?
00:00:44: Erstens, weil das hier ein super cooles Unternehmen ist, aber weil ihr auch ihr als Unternehmen, ihr sicherlich als Person auch, eine echte... Ausnahmeerscheinung seid.
00:00:53: E-Commerce, das wissen ja alle, die schon länger dabei sind oder die, die Specials über die K-Fünf gehört haben, oder auch den Podcast mit Stefan Wenzel, dass es mal überhaupt nicht selbstverständlich ist, im E-Commerce im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig so zu wachsen.
00:01:07: Und Flakoni ist a. keine Plattform US-amerikanischen Ursprungs oder gar asiatischen Ursprungs, sondern ein, im Grunde ein Pure Player.
00:01:19: mit einer starken Fokussierung auf nochmal ein bis drei Verticals.
00:01:23: Alle im Bereich Beauty sagt ihr gleich besser, ne?
00:01:26: Also die meisten verbinden euch ja mit Düften.
00:01:29: Ich hab gehört ihr verkauft Flaschen, selbstbewusst an den Flaschen.
00:01:33: So sagt man.
00:01:34: Aber
00:01:34: ihr seid nicht nur wachsend, stark wachsend, da werdet ihr gleich präziser sagen.
00:01:38: Ihr seid stark wachsend, ihr also zweistelligen Prozentbereich und ihr seid profitabel.
00:01:44: Die meisten von... aus dem Markt wissen auch, dass ihr eine Tochter eines großen Medienkonzerns seid und einen Verkauf ansteht.
00:01:51: Das ist aber heute nicht der Fokus.
00:01:53: Und deshalb freue ich mich auch besonders, dass Julia heute da ist.
00:01:56: Ihr seid auch eine Ausnahmeerscheinung, weil ihr richtig gutes CRM macht.
00:01:59: Also ihr wachst und seid auch profitabel unter anderem auch oder wahrscheinlich vor allem Dingen, weil ihr auch ... gute Kundenwerte generiert, deshalb freue ich mich sehr, dass wir auch darüber sprechen.
00:02:10: Wir haben sogar so eine grobe Zweiteilung, erst mal die strategische übergeordnete Einordnung zu gucken, was ist so der State of Play von Flakoni?
00:02:18: und danach steigen wir nochmal tiefer ein in die CRM-Welt von Flakoni.
00:02:22: Passt das so für euch?
00:02:23: Auf geht's.
00:02:24: Super.
00:02:24: Also, was?
00:02:25: ja, jetzt fangt du mal bitte an.
00:02:27: Sagen wir mal kurz, machen wir kurz so eine Standortbestimmung und danach würde ich dich fragen, wie das passieren konnte, weil das ist sehr momentan nicht das, was der Markt so im Durchschnitt sieht.
00:02:37: Ja, wie konnte das passieren am Ende?
00:02:40: Sind es die richtigen Leute, die konsequent ein Konzept umsetzen und das wahrscheinlich besser machen als der Wettbewerb?
00:02:47: Und ja, dann wächst man stärker als der Rest des Marktes und ich glaube, dafür stehen wir.
00:02:53: Wir sind absolute Experten, wir wissen, was wir tun.
00:02:56: und wir haben, ich glaube, das ist auch nochmal ganz entscheidend.
00:03:00: Wir haben eine Strategie, die alle verinnerlicht haben, die sich im Übrigen die letzten drei Jahre auch nicht geändert hat, was nicht unbedingt tatsächlich in vielen Unternehmen so der Fall ist.
00:03:10: Und dementsprechend kennt jeder das Ziel, jeder weiß, was zu tun ist und das tun wir gemeinsam in einer sehr besonders guten Art und Weise.
00:03:18: Da kenne ich ehrlicherweise nicht so viele Beispiele im Deutschen und auch nicht im europäischen E-Commerce einer gewissen Größe.
00:03:23: Und wie wir das machen, insbesondere was das Thema Retention und CRM eigentlich auch besonderes für uns ist und warum es uns so erfolgreich macht, ich glaube, da kommen wir gleich zu.
00:03:36: Jetzt wachst du noch mal kurz zu zahlen Datenfakten.
00:03:40: Wir haben jetzt auf der K-Fünf gehört, dass der E-Commerce-Market in Deutschland über alles knappe drei Prozent gewachsen ist.
00:03:49: Darin ist aber das Amazon-Wachstum enthalten.
00:03:53: Das war irgendwie, schätzt man, glaube ich so grob, verortet man das mit zehn Prozent in Deutschland.
00:03:58: Das heißt, die meisten nicht-Plattform-Player, also die praktisch wahre, selbst auf die eigentliche Bilanz nehmen oder praktisch nicht so.
00:04:06: Also, Plattform-Player können ja nur ganz wenige sein.
00:04:10: haben dann de facto einen Umsatzrückgang.
00:04:12: Und das jetzt im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig, das war ja irgendwie klar, eben unmittelbar nach Corona war das ja zu erwarten.
00:04:19: Aber diese Ernüchterung, die E-Commerce jetzt erfährt, und das ist ja erstmal nur die Top-Line-Seite, dass die Top-Line-Seite nicht mehr erwächst, die ist ja schon allgegenwärtig und insbesondere auch auf der Ergebnisseite, also Margen-Druck.
00:04:34: ist auf der einen Seite steigende Kunden Akquisitionskosten auf der anderen Seite und mangelnde Kunden treu oder geringe Kunden lebenswert relativ geringe Kunden lebenswerte ist ja das was den e-commerce markt also ganz allgemein jetzt irgendwie unter Druck setzt.
00:04:46: jetzt gucke ich mich euch an und sagt okay ihr was ist bei euch anders?
00:04:50: also gibt es habt ihr eine monopolisstellung.
00:04:53: das wäre das erste was man gucken könnte habt ihr nicht?
00:04:55: ihr habt ein.
00:04:56: jetzt gibt ein vertical player der als Douglas also in Frankreich jetzt noch eine Sephora gegeben.
00:05:03: Der ist schon immer da gewesen.
00:05:06: Darfste Notino nicht vergessen.
00:05:08: Ein sehr wertgeschätzter Gegner und kompetteter Markt aus Tschechien.
00:05:13: Genau.
00:05:14: Also, es ist ein mega kompetitiver Markt.
00:05:18: Habt ihr als einzige Zugang zu Supply?
00:05:20: Ist das so ein Thema?
00:05:21: Nee, gibt's auch nicht mehr.
00:05:21: Ich weiß nur, ob das noch ein Ding ist.
00:05:25: Wie heißen die Depotverträge?
00:05:26: Also, dass eure Lieferantenseite... Selektive
00:05:29: Vertriebsmodelle, nennt man das.
00:05:31: Ja.
00:05:32: Manche sagen auch, es wird einfach ein Preisschirm oben gehalten, weitestgehend.
00:05:36: Müsste nichts zu sagen.
00:05:37: Also, das ist die Besonderheit.
00:05:38: Aber wie wächst die Branche?
00:05:40: Also insgesamt ist die Beauty erst mal sowieso ein guter Markt.
00:05:44: Das muss man schon mal sagen.
00:05:45: Das heißt also, ein Textil hat ja durchaus seine Probleme in der letzten Zeit gehabt.
00:05:50: Aber wenn man sich die Beauty anschaut insgesamt, auch nach Corona gab es eine grund positive Entwicklung.
00:05:56: Die ist so ein bisschen abgeflacht in diesem Jahr.
00:05:58: Dementsprechend sind wir mittlerweile eigentlich die einzigen, die noch richtiges Wachstum zeigen können, soweit uns das quasi anhand der Daten dann auch zur Verfügung steht, zeigt aber noch mal insgesamt, dass wir schon etwas anders und besser machen müssen.
00:06:16: Deswegen kommen die Kunden entweder zu uns das erste Mal oder noch viel besser.
00:06:20: Sie kommen einfach häufiger zurück und das Thema Retention, wie gesagt, für uns ein absolutes Königsthema.
00:06:27: Und euer Wachstum ist ja... Ihr seid immer noch ein bisschen Deutschland dominiert.
00:06:33: Über
00:06:33: achtzig Prozent ist Deutschland aktuell.
00:06:35: Vielleicht um das nochmal zu ordnen.
00:06:36: Sorry, dass ich dir da ins Wort falle.
00:06:38: Aber eigentlich waren wir mal nur Deutschland.
00:06:42: Dann haben wir jetzt innerhalb unserer Strategie das internationale Geschäft sehr, sehr stark ausgebaut.
00:06:48: Das heißt also, wir haben im letzten Jahr drei neue Länder gestartet mit der Schweiz, Niederlande und Belgien.
00:06:54: Und wir haben vor zwei Monaten quasi Nordics gemacht, d.h.
00:06:58: Dänemark, Schweden und Finnland und haben Tschechien und auch Italien gerade frisch aufgemacht.
00:07:04: Das sind aber alles natürlich noch kleine Umsätze.
00:07:06: D.h.
00:07:06: der aktuelle Stand ist, dass wir u.a.
00:07:10: unserer Umsätze derzeit noch in Deutschland machen, mittlerweile im internationalen Geschäft.
00:07:18: Und man kann so sagen, jeden Monat wird dieser Prozentpunkt ein höher.
00:07:22: Das heißt also, die neuen Länder wachsen natürlich dreistellig, während in Deutschland immer noch stark wächst.
00:07:27: Wenn wir nicht in Deutschland wachsen würden, könnten wir keine dreißig Prozent insgesamt zeigen.
00:07:32: Dementsprechend Deutschland ist für uns extrem wichtig.
00:07:35: Aber das Thema der Zukunft ist insbesondere auch das internationale Geschäft.
00:07:40: Du versteh ich.
00:07:41: Und ihr werdet ja vermutlich euer Betriebssystem auf die anderen Märkte anwenden.
00:07:47: Also das, was uns in Deutschland erfolgreich macht, kopieren wir.
00:07:50: Das Playbook ist wirklich, dass wir versuchen, alles das, was in Deutschland gut klappt, international möglichst so wieder aufzusetzen.
00:07:59: Das heißt also, auch unser Blick auf internationales Geschäft ist, dass wir möglichst wenig anpassen, das heißt also möglichst vieles aus dem deutschen Thema auch in der Kommunikation übernehmen können.
00:08:10: Es gibt kleine, wirklich Teams mit Native-Speaker natürlich die Verantwortung für diese Länder tragen und dort dann beispielsweise in Frankreich die Souls natürlich besonders machen oder in den Niederlanden das Hinterklaas gefeiert wird und nicht der Nikolaus.
00:08:25: Also da gibt es schon irgendwie Unterschiede, aber wir versuchen die wirklich eben halt so klein wie möglich zu halten und weiterhin so effizient wie möglich zu sein.
00:08:33: Also unser Thema ist, warum verdienen wir Geld?
00:08:36: Weil wir fokussieren uns aus unserer Sicht auf die relevanten Unterschiede.
00:08:39: Und wir machen jetzt nicht die Sachen, die viele andere tun und große, große Unterschiede in den Kaufverhalten tatsächlich der Nutzer sehen.
00:08:49: Die sehen wir ehrlicherweise
00:08:56: nicht.
00:09:00: Machen Business-Podcast, TLDR-Studios entwickelt Formate, die wirken.
00:09:05: Also von Thought Leadership, Employer Branding, Legion, alles drin.
00:09:09: Du bringst die Vision und wir liefern Konzept, Produktion und zielgerichtete Distribution über alle Podcast- und Social-Media-Kanäle.
00:09:17: Bist du bereit für dein Format?
00:09:19: Deine Story wartet schon.
00:09:21: Mehr Infos findest du unter TLDRStudios.com oder schreib uns einfach direkt an podcast at TLDRStudios.com.
00:09:30: Wir freuen uns auf Dich.
00:09:35: Wir setzen jetzt gleich einen großen Schwerpunkt auf die relevanten Unterschiede.
00:09:38: Noch mal kurz zur Einordnung, weil ich es immer wichtig finde bei diesen Erfolgsstorys.
00:09:42: Ich bin eigentlich gar nicht so ein skeptischer Typ, aber ich möchte gerne Erfolgsstories so verstehen, dass ich so ein bisschen Detryber auch quantifizieren kann.
00:09:49: Das hast du von mir gesagt, ne?
00:09:49: Also, ihr habt jetzt Haken gesetzt.
00:09:51: Es ist nicht einfach nur, dass du in nicht saturierte Märkte ausgewichen bist, sondern ihr baut die Instanz-Nationalisierung praktisch als Add-on auf, aber nicht als Flucht, weil euer deutscher Markt nicht mehr funktioniert.
00:10:02: Hat's ja auch schon gegeben.
00:10:03: Deutschland
00:10:03: ist super.
00:10:03: Ne?
00:10:04: Super.
00:10:05: Dann würde ich gerne verstehen, bevor wir dann in die relevanten Unterschiede uns wahrscheinlich, ich würde sehr helfen, da ein großes Blog sein, einsteigen, das Wachstum wird, wenn du sagen kannst und magst.
00:10:17: in welchen Teilen durch Neukundenwachstum und in zu welchen Teilen durch die Verbesserung der Bestandskundenaktivitäten getrieben?
00:10:25: Ja, also
00:10:26: ich versuch dir nochmal ganz grob mal einen kurzen Insight zu geben, auch nochmal zur Strategie.
00:10:31: Also, Name der Strategie ist Beauty in Your Pocket, ist im Endeffekt eine rein mobile und insbesondere auch die Social Media getriebene Strategie.
00:10:38: Das heißt, also für drei Jahren haben wir uns mal angeschaut, Mensch, was ist eigentlich die Situation im Wettbewerb?
00:10:42: Er macht eigentlich was wie gut, Douglas konzentriert sich wieder auf die Jahre.
00:10:47: Gute Situation für uns.
00:10:50: Die digitale Nummer eins ist Back in the Game und das mussten wir dann eben halt umsetzen.
00:10:56: Die Strategie ist Beauty in Your Pocket gewesen oder ist sie immer noch?
00:10:59: und eine grundsätzlich Fußdie auf der Idee, dass wir nicht nach einem USP gesucht haben, sondern nach einem WSP gesucht haben.
00:11:07: WSP heißt also Value Selling Proposition, das heißt einfach sei besser als der Wettbewerb und für den Kunden nachvollziehbar besser.
00:11:17: Was ist für den Kunden wichtig?
00:11:18: Die richtigen Artikel, der richtige Preis, die richtige Liefergeschwindigkeit etc.
00:11:22: Pp.
00:11:23: Der Shop muss gut aussehen, das muss alles hochwertig sein.
00:11:26: Wir sind Marktführer in der Premium Beauty.
00:11:29: Das heißt also, wir sind nicht Marktführer in Drugstore Artikeln oder in anderen Themen.
00:11:34: Das überlassen wir anderen, aber in der Premium Beauty sind wir wieder die Nummer eins in Deutschland und da wollen wir natürlich auch im europäischen Geschäft.
00:11:41: Tatsächlich jeden, ich sag mal, Marktführer im jenen Land auch demnächst die Stirn bieten.
00:11:45: Das ist wirklich die Idee.
00:11:48: Noch mal ganz kurz, so Beauty in your pocket.
00:11:49: Das heißt also, wir haben vier Pillars definiert für uns, vier Wachstumsfelder, in die wir sehr, sehr stark investiert haben in den letzten Jahren.
00:11:57: Das eine ist das Thema Internationalisierung oder europäische Expansion, gerade ja erklärt.
00:12:01: Nächstes Jahr sieben Länder wollen wir machen.
00:12:04: Dann sind wir erstmal eigentlich fast in komplett Europa vertreten und dann kann ich mir neues Thema überlegen.
00:12:10: Das nächste ist, dass wir mit Retail Media versuchen, neben dem normalen Handelsmodell eine zweite Revenue-Geschichte reinzuholen.
00:12:17: Das heißt, das normale Handelsmodell ist unser Ziel, so fünf, sechs Prozent Marge zu erzielen.
00:12:22: Und wenn du in Richtung zweistellig willst, dann muss am Ende da noch mal was obendrauf.
00:12:27: Wenn ich mir Amazon angucke und ein paar andere Unternehmen, dann ist das ein sehr erfolgreiches Geschäft für uns im Übrigen auch.
00:12:35: Wächst super stark, auch in Richtung tatsächlich mindestens doppelt so stark wie unser Handelsmodell, das heißt, dreißig Prozent wachstum dort, ein bisschen besser, noch als sechzig Prozent quasi im Retail-Media.
00:12:46: Relative Ergebnisse stark, ne?
00:12:47: Und
00:12:47: genau, es ist, wir sagen immer, cash-in-the-tash, das heißt also, es gibt keinen wahren Einsatz und dementsprechend wirklich eine schöne Sache, um das Ergebnis auch zu steigern und damit natürlich auch den Unternehmenswert.
00:13:00: Sondern haben wir neben diesen beiden Themen zwei Sichten auf den Kunden und das eine nennen wir Retention und das andere nennen wir Engagement.
00:13:08: Der Engagementhebel ist so ein bisschen eigentlich fast alles, was wir im Social Media machen.
00:13:13: Das heißt also, wir engage den Kunden und versuchen, selbst wenn er gar nichts kaufen will, dass er einfach mit uns in Kontakt bleibt.
00:13:19: Das heißt also, wir sehen das gar nicht irgendwie als Social Shopping, sondern wir sagen, Social ist Engaging.
00:13:24: Das heißt also, wir bleiben in Kontakt und wir entertainen dich, sodass du Zeit mit uns verbringst.
00:13:30: Und wenn dann der Demand da ist, dann kommst du vielleicht auch von alleine auf die richtige Idee und kaufst bei uns.
00:13:37: nennen das so ein bisschen auch Beauty-Tayment, also dass wir da immer mit dabei sind.
00:13:42: Und dann der eigentliche Anlass heute auch des Podcasts, der Retention-Hebel.
00:13:46: Also alles, was wir rund um die App machen, alles rund um CRM, alle Themen, die dazu führen, dass der Kunde wieder zu uns zurückkommt und dementsprechend dann wieder bei uns kauft, weil das ist kostenlos oder so gut wie kostenlos.
00:13:59: Das ist eine Menge Arbeit und wie gesagt, großes Team.
00:14:03: Und wir machen es gut, aber das ist so ein bisschen das Thema noch.
00:14:06: Frage.
00:14:07: Du wolltest ja eine Aufteilung haben.
00:14:10: Wir machen ungefähr derzeit achtzig Prozent unserer Umsätze mit Wiederkehrenden Kunden und zwanzig Prozent sind tatsächlich neue Kunden.
00:14:17: Jetzt muss man nochmal dazu sagen, jetzt kriegen wir insbesondere im internationalen Geschäft super viele neue Kunden rein.
00:14:24: Das heißt, wenn du auf Deutschland guckst, ist also die Retention Rate noch ein gutes Stück höher.
00:14:29: Genau, das darf ich nicht sagen, aber nochmal achtzig plus X ist tatsächlich die deutsche Zahl.
00:14:35: Das sieht sehr, sehr gut aus und das ist wirklich eben halt auch die.
00:14:39: Ich sag mal die Antwort, warum wir Geld verdienen.
00:14:41: Wir machen im Endeffekt mit demselben Marketing-Budget von vor drei Jahren den doppelten Umsatz und das rechnet sich.
00:14:48: Spektakulär, das ist ja bei vielen Geschäftsmodellen oder bei vielen Set-Ups die... Nicht so gesund aufgestellt sind oder nicht so gesund funktionieren wie euer sehr gar nicht erfahren.
00:14:57: Da kommt ja oft wachst du mit eher höheren Marketingkosten.
00:15:02: Naja, ist natürlich nicht nur durch den Kunden, sondern auch durch den Wettbewerb bestimmt.
00:15:05: Super spannend.
00:15:06: Ja, die Bedeutung und die... Die Schönheit von Retention und Engagement im E-Commerce ist ja eigentlich offensichtlich, aber sie wird ja immer gar nicht so sehr gelebt.
00:15:16: Bei euch ist das scheint das anders zu sein.
00:15:19: Als wir uns hier gerade kennengelernt haben und hier die Technik aufgebaut haben, hast du gesagt, dass du zu Flakoni gekommen bist, war dein Team drei Personen stark und jetzt seid ihr fünfzehn, richtig?
00:15:28: Genau, auf nächsten Monat fünfzehn.
00:15:30: Und dann spiegelt das auch so ein bisschen den Bedeutungszuwachs, den CRM im Unternehmen gewonnen hat, wieder eine Verfünffachung.
00:15:38: Ja, kann man schon so sagen.
00:15:40: also vor allem ist der größte switch passiert vor drei Jahren als auch bastia gekommen ist und wir wirklich die strategie noch mal überarbeitet haben.
00:15:47: und zm ist ja retention zu einem großen teil.
00:15:51: das heißt man sieht eigentlich schon in der komponi strategie wie wichtig zm für die komponi ist.
00:15:56: Und dann hatten wir uns vor zwei Jahren auch überlegt, okay, bis dahin war CRM immer mal ein Teil noch vor Marketing.
00:16:01: Das heißt, wir waren auf der gleichen Ebene wie ein SEA, SEO-Team.
00:16:06: Und das hat aber irgendwie nicht das wiedergespiegelt, was wir eigentlich bei Flakoni wollen.
00:16:10: Das heißt, dann haben wir gesagt, okay, CRM müssen wir noch größer denken.
00:16:14: Und seit zwei Jahren ist CRM nicht nur ein Teil vor Marketing, sondern eigenständiges Department.
00:16:20: Das heißt, Wir haben sehr viel Präsenz, was schön ist und haben auch unser Team noch mal unterteilt in Experten, die einarbeiten eher stärker auf so Kampagnen, Newsletter Kampagnen, Daily Kampagnen rund um Content, Sale und den Kunden wieder zurückzuholen.
00:16:36: Und das andere Team, und nennen wir Lifecycle und Retention Team, arbeitet halt genau darauf hin, wirklich noch mehr für Retention zu machen.
00:16:43: Also, an kleinen Projekten mit Engineering und Product zu arbeiten, um wirklich die Retention für die Kompanie zu steigern, mehr zum Automatisieren und wirklich ein bisschen mehr auch den technischen Aspekt zu betrachten.
00:16:55: Ja, cool.
00:16:55: Die, jetzt habt ihr schon gesagt, irgendwie eure Strategie Beauty in a Pocket, das heißt, das ist vermutlich ein Mobile First App getrieben.
00:17:03: untersteh' ich jetzt mal, auch auf jeden Fall Bestellwege, aber vermutlich sind hier auch die Kommunikationswege nicht so wie e-commerce vor zehn, fünfzehn Jahren, sondern auch sehr stark.
00:17:13: Mobile First und... vermutlich auch viel über das Social Game geträgt hat.
00:17:18: Genau.
00:17:18: Also Mobile First bei uns auch super wichtig.
00:17:20: Ich glaube erst vor drei Monaten haben wir mal wieder unser Template auch getestet, weil neben Mobile First müssen wir auch wirklich immer sehr effizient gucken.
00:17:28: Ich meine, das Team ist groß, aber die Aufgaben auch.
00:17:30: Das heißt, wir müssen immer schauen, auch gerade, wenn wir daran denken, nächstes Jahr sieben neue Länder, im CER ist doch noch relativ viel manuell.
00:17:38: Wie sind wir nicht nur Mobile First, sondern auch schnell?
00:17:41: Das heißt, wir hatten bis dahin zum Beispiel im E-Mail-Marketing auch immer Mobile First Template, das haben wir jetzt mobile only umgeswitched.
00:17:48: Das heißt, wir haben wirklich nur eine Version vom Template.
00:17:51: Er spart uns sehr viel Zeit und hat auch gar keinen Einbruch in der Performance gegeben, sogar einen kleinen Uplift, was auch immer ganz nett ist.
00:17:58: Aber neben dem auch, wenn man die Marketingkanäle betrachtet, Pushnotification eigentlich für uns, der mit Abstand wichtigste Wachstumspreiber im CRM.
00:18:06: Der Kanal ist auch noch der Jüngste.
00:18:08: Wir haben die App jetzt seit gut drei Jahren.
00:18:10: Das heißt, der Kanal auch erst drei Jahre alt, aber wächst wirklich drei bis vier mal stärker als der Average der Company.
00:18:17: Also hilft uns einfach unglaublich stark, auch die Wachstumziele für die ganze Company zu erreichen.
00:18:21: Richtig cool.
00:18:22: Ich bin gerade noch so hin und her gerissen, ob ich ... dich noch mal tiefer fragen solltest du derart des das auger thema so wie die fünfzehn ressourcen?
00:18:29: ob ich dich zu den kanälen oder zur technischen infrastruktur fragen soll hast du eine präferenz?
00:18:34: ich habe technik.
00:18:34: können wir am ende machen wollen über kanäle einsteigen oder über über die köpfe?
00:18:40: in diesem unternehmen wird meistens erst mal über die person gesprochen.
00:18:44: Was meinst du, Julia?
00:18:45: Ja, dann schließe
00:18:45: ich mich verantwortlich sagen.
00:18:49: Okay, dann du hast es grad schon mal grob aufgeteilt, aber das interessiert mich total.
00:18:52: Und ich muss ja auch sagen, fünfzehn Kling kann man jetzt viel oder wenig finden.
00:18:56: Also in meiner Praxis sehe ich halt ganz oft, egal was es ist, aber wenn ich in die Unternehmen reinkomme und wir da irgendwie das betrachten, ich bin, ich finde das super spannend, was du sagst, dass irgendwie das Marketing und sehr MN nebeneinander und nicht als Kanal, das sehr MN nicht als Kanal betrachtet wird, so.
00:19:12: Also ein super Indiz für die Bedeutung.
00:19:15: Und ich kenne so viele Unternehmen, bei denen eigentlich CRM die letzte, im Grunde der letzte Strohhalm wäre, um praktisch noch Luft zu kriegen.
00:19:23: Aber in Wirklichkeit, dass total anders manischt, nicht mit den ausreichenden Ressourcen, nicht mit der ausreichenden Attention versorgt wird, weil es, ja, es ist meistens eine organische Dimension, Kundenwert wird nicht bilanziert.
00:19:37: Und es kriegt einfach selten die faire Management Attention im Verhältnis zum Beispiel zum SEA, zum Beispiel.
00:19:45: Nicht, dass SEA keine Management Attention geben sollte, aber im Verhältnis zum Ergebnisbeitrag, ich sage klar.
00:19:50: So, deshalb fünfzehn, ich weiß gar nicht, ob wir am Anfang Euro Umsatzdimensionen gesagt haben, wir sind gleich mit Wachstum, aber was ist so?
00:19:58: ungefähr eure Umsatzflughöhe im Quartal im letzten Jahr.
00:20:02: Was immer die Zahl ist, die ihr gerade sagen wollt.
00:20:04: Ich glaube,
00:20:05: ich hatte es sogar schon genannt.
00:20:06: Wir werden sechshundertvierzig Millionen dieses Jahr mindestens machen.
00:20:09: Und klar, die Peak Season ist relativ wichtig.
00:20:12: Deswegen ist man im zweiten Halbjahr tatsächlich mit einem größeren Umsatzanteil drin.
00:20:16: Aber Am Ende des Tages, wir gucken meistens ehrlicherweise nicht hundertprozentig auf die absoluten Zahlen, sondern es geht um das Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
00:20:26: Und dementsprechend, da ist noch eine Menge zu holen.
00:20:29: Also das ist eine substanzielle Größenordnung, sagen wir mal, sechshundertfünfzig Millionen, davon sind achtzig Prozent retentisch.
00:20:34: Also deshalb kann man die fünfzehn wieder in Perspektive setzen, das ist irgendwie... schon viel Aufgabe für wenig Köpfe.
00:20:40: Obwohl
00:20:40: ich auch sagen muss, Retention liegt nicht nur im CRM, also ich glaube auch die anderen Marketingkanäle tragen sehr viel dazu bei, dass das Retention steigt.
00:20:48: Also klar, im CRM ist das der absolute Fokus, aber auch wiederkehrende Kunden gibt es auch im SEA, im SEO, also es ist nicht nur im CRM, deswegen auch danke an die anderen Teams.
00:20:57: Klar, ihr denkt das so.
00:20:58: Das ist ja regelmäßig nicht das, was du möchtest, dass du wiederkehrende Kunden über SEA kriegst.
00:21:03: SEA ist ein bisschen egal.
00:21:05: Okay, aber verstehe ich.
00:21:06: Aber lass uns noch mal über die fünfzehn Köpfe sprechen.
00:21:09: Magst du uns mal so runterbrechen, wer was macht?
00:21:11: Also du bist ... Einen Kopf davon.
00:21:13: Ja,
00:21:13: genau.
00:21:13: Ich bin der Kopf ganz oben, leite das ganze Department.
00:21:17: Unter mir habe ich zwei starke Teams.
00:21:19: Einmal das Team, das nennen wir Muse-Wetter, was wirklich die klassische Kampagnen-Umsetzung macht.
00:21:23: Wir haben teilweise mehrere Kampagnen am Tag, werden unterschiedlich segmentiert.
00:21:26: Also wir gehen auf jeden Fall weg vom Gießkannen-Prinzip, aber trotzdem viel Content und Kampagnen für unsere Kunden.
00:21:33: Und das Team ist ein bisschen gesplittet mit einem Team-Lied oben und ansonsten die Hälfte vom Team arbeitet sehr auf den Dachmarkt fokussiert.
00:21:41: Also wirklich, wie Bastian schon meinte, Deutschland, Österreich, aber auch Schweiz ist unser Fokus.
00:21:48: Das heißt, da arbeitet ein Großteil vom Team drauf mit verschiedenen Stärken.
00:21:52: Also wir haben eine Expertin bei uns, die Ines, die erstellt die ganzen Games.
00:21:56: Also Gamification können wir gerne her nochmal draufgehen auf das Thema, das ist so eine Königsdisziplin, würde ich mal sagen, bei uns.
00:22:03: Deswegen auch eine Person, die da wirklich den Hut aufhat.
00:22:06: Ansonsten viel Kampagnenmanagement.
00:22:10: viel Kampagnenmanagement, was die Kommunikation mit dem Kunden angeht, wo mehrere Leute darauf arbeiten.
00:22:15: Aber daneben haben wir auch, weil ja vor allem auch Internationalisierung immer wichtiger wird, auch wirklich Experten aus dem Markt direkt im CRM Team.
00:22:22: Also wir haben einen Expertin für die Nordics, wir haben einen Expertin für den polnischen Markt, für den französischen Markt, für Niederlande, Belgien.
00:22:31: Also sind da auch ganz gut aufgestellt und so ist quasi dieses Team gesplittet.
00:22:35: Und das zweite Team ist das Life-Scycling Retention Team.
00:22:38: Das ist so ein bisschen untypischer, sage ich mal, weil ich muss auch sagen, viele, die an CRM denken, denken immer nur an das New Setter Team, aber dass da eigentlich ein zweites Team dahinter ist, was mindestens genauso wichtig ist, vergessen die meisten immer.
00:22:49: Deswegen bei uns jetzt da auch sehr viel Sichtbarkeit für dieses Team.
00:22:53: Und hier geht es halt ganz viel darum, wirklich das technische Setup.
00:22:57: bei Stand zu halten, wenn wir internationalisieren, auch alles ready zu machen, dass auch das CRM-Team arbeiten kann, neue Tools anzuschließen, Update zu fahren, neue Kampagnenautomatisierungen zu erstellen, uns eher so ein bisschen die technische und automatisierte Brille CRM im Fokus zu haben.
00:23:16: Genau, da haben wir auch ein Teamlead oben drauf sitzen und mehrere Mitarbeiter, die einfach da täglich daran arbeiten, dass wir einfach insgesamt an der retention rate immer mehr wachsen.
00:23:26: Cool.
00:23:27: Es
00:23:27: ist mir deutlich geworden, also klar, ein Newsletter ist die Basisübung, die Push Notifications, sagt das so mit ganz starken Wachstum, Gamification im Cycle.
00:23:41: Genau.
00:23:42: Und dann gibt es noch übergeordnete Sachen.
00:23:43: Also zum Beispiel, wo wird bei euch die Konsentgenerierung, also die Nutzerzustimmung generiert?
00:23:49: Ich finde, das ist ein Thema, das ja ... offensichtlich die CSM-Disziplin.
00:23:53: Aber wenn du nicht Nutzereinwilligung einholst, dann kannst du ja zicht dieser Instrumente überhaupt nicht anwenden.
00:23:59: Wofür verantwortet das?
00:24:00: Das ist aktuell im Life-Scycling Retention Team, weil auch der Umsatz mehr dargezweckt wird für uns.
00:24:05: Das heißt, alles, was so in Richtung Legion geht, mehr Subscriber zu generieren, sowohl für Push Notification als auch für Newsletter, liegt dort im Team.
00:24:14: Da holen wir sehr, sehr viel On-Site raus bei uns, also gucken wirklich, welche Placements können wir On-Site noch optimieren, um noch mehr rauszuholen.
00:24:20: wachsende auch konstant weiter.
00:24:22: Also
00:24:23: für die super spannende Disziplin, weil erstens ist sie noch nicht so alt und nicht so lange gelernt, aber sie ist ja doch so, finde ich, eine der wichtigsten KPI-Nutzer-Einwilligungen über alles, weiß ja auch viel über das Produkt, die Akzeptanz.
00:24:36: Also kannst du über NPS reden, ihr sprecht ja auch über euren sehr guten NPS, aber ich finde sowas.
00:24:43: Am Ende ist die harte Währung ja auch überhaupt, kriegt Kriegst du von deinen Nutzerinnen und Nutzer die Einwilligung mit dir im Dialog zu stehen?
00:24:51: Das ist ja eine Frage von Vertrauen und Attraktivität, die da ausgedrückt wird.
00:24:55: Also, Vertrauen ganz entscheidend, aber auch eben halt die rechtlichen Gegebenheiten.
00:24:59: Du kannst ja nicht irgendeinen Quatsch machen.
00:25:02: Dementsprechend, klar, das muss schon tatsächlich, ich sag mal, rechtlich sauber sein.
00:25:06: Und der Kunde muss natürlich auch wissen, warum er sozusagen von uns Kommunikation bekommt.
00:25:11: Ansonsten ist er doch ein bisschen überrascht.
00:25:13: Vielleicht nochmal ganz kurz als Ergänzung.
00:25:16: Du entweder das MPS-Thema hast du gerade genannt, das heißt also... Wie kommt eigentlich Retention zu Stande?
00:25:22: aus unserer Sicht?
00:25:23: Das ist einmal die Zufriedenheit des Kunden mit unserem Kernprodukt.
00:25:27: Das heißt also, dass wir etwas besser machen als der Rest.
00:25:30: Das ist so die eine Seite gemessen über den NPS.
00:25:33: Und die andere Thematik ist das, was insbesondere Julia und das Team tun, nämlich im richtigen Moment.
00:25:38: den Trigger geben und die Botschaft triggern, wenn zum Beispiel das einfachste Motiv, das wir sehr gut bedienen, ist das Thema Replenishment.
00:25:50: Dein Parfüm ist alle.
00:25:51: Du brauchst was Neues.
00:25:52: Klar.
00:25:53: Wir wissen, was du gekauft hast.
00:25:54: Wir wissen, wie viele Milliliter das waren.
00:25:55: Wir haben normalerweise eine Idee aufgrund unserer Daten, wann das Ende sein soll.
00:25:59: Und dann kommt Julia.
00:26:01: Beziehungsweise Julia macht es nicht selbst.
00:26:03: Aber dann kommt der Trigger.
00:26:05: Führt
00:26:05: die Flasche wieder
00:26:06: auf.
00:26:06: Und dann sagt er, Erik, denkt dran, wenn du weiter gut riechen willst und selbst vertrauen in Flaschen, die Verkaufs- oder die Kaufstube auf jeden Fall bei Flakoni, dann bekommst du natürlich auch eine Nachricht dazu.
00:26:16: Ja, super.
00:26:17: Eigentlich ja bei so einem Produkt, was ... Kalkulierbar ist.
00:26:20: Ich glaube, das noch besser kalkulierbare Geschäftsmodell hat so Plus, weil so ein Tier relativ gleich ist, was ich jetzt auch zufällig ist.
00:26:27: Aber bei euch, gut dafür ist eure Marge auch viel höher.
00:26:31: Ich weiß gar nicht, ob wir da so weit auseinander liegen.
00:26:34: Von der Marge?
00:26:35: Ja.
00:26:36: Was glaubst du denn, was unsere Marge ist?
00:26:38: Ich hoffe, die ist gut.
00:26:41: Ich schätze, ich muss kurz rechnen.
00:26:45: Mach mal.
00:26:46: Ich glaube, dass ihr... Ich
00:26:48: rechne mal mit.
00:26:48: Ich glaube, dass ihr eine Marge von thirty-fünf Prozent habt.
00:26:51: Ne, wir liegen eher bei thirty.
00:26:53: Also das ist, wie gesagt, jetzt tatsächlich nicht viel.
00:26:56: Zum Preis bei so einem Preisbrecher.
00:26:58: Ja,
00:26:58: nochmal.
00:26:59: Klar, wir geben den Kunden tatsächlich einen relevanten Vorteil.
00:27:03: Das heißt, wir sind, wir geben Wettbewerbstechnisch gute Preise raus.
00:27:07: Das heißt, wir sind nicht unter dem Wettbewerb, aber der Wettbewerb darf auch nicht günstiger sein als wir.
00:27:11: Und dementsprechend, das ist im Internet schon irgendwie erfolgskritisch.
00:27:15: Deswegen bieten wir da auch vernünftige Preise.
00:27:19: Aber noch mal, wir sind ein Wunderwerk an Effizienz.
00:27:22: Das heißt also, wenn du mit dreißig Prozent startest und willst unten nachher noch irgendwie fünf raus haben oder im operativen vielleicht sogar ne zehn oder ne elf oder ne zwölf erstmal, weil du willst ja auch noch deine Leute bezahlen und alles andere, dann musst du, insbesondere im Marketing, in der Logistik... überhaupt im Gesamtunternehmen wirklich eben jedes Thema über Effizienz und über Skalierung fahren lassen und da sind wir echt gut.
00:27:46: Also keine Frage, ich wollte nur sagen, es ist ein Business, was zu repiter Fähigkeiten nutzt, weil du hast ja eine gewisse Nutzungstreue, wenn du an deinem Parfum oder deine Selfcare Produkte irgendwie hängst.
00:28:00: Warum komme ich auf die Marge?
00:28:02: Weil es gibt, das kennen wir ja aus anderen Geschäftsmodellen, zum Beispiel aus der aus dem Apothekenbereich zum Beispiel.
00:28:10: Da hast du auch Produkte, die haben eine hohe Kundentreu.
00:28:14: Die verlieren aber sofort die Kundenbindung in dem Moment, wo das Produkt ein paar Cent günstiger ist, weil die Entscheidung immer wieder entweder über so eine ideale Logik oder einfach ein Preispunkt-Logik geht.
00:28:25: Bei euch, also sonst könntet ihr dieses Wachstum zu diesem, mit dieser Margen-Situation nicht so aufrechterhalten.
00:28:31: Es scheint ihr ihr ein gutes Gleichgewicht zu finden, zu welchen Preispunkten ihr kommt.
00:28:34: Aber wenn ihr einverstanden seid, reden wir über das Preisthema gleich später.
00:28:37: Ich würde gerne mit dir, Julia, nochmal über, ich habe das Grupp verstanden, wie die Verantwortung aufgeteilt sind, wie Konsent funktioniert.
00:28:44: jetzt doch gerne mal auf die IT zu sprechen kommen.
00:28:47: Kannst du mir so, das wird ja oft als Hürde genannt oder es wird oft als Hoffnung gesetzt, dass in dem Moment, wo man eine bessere IT-Infrastruktur im CRM hat, dass man dann auf einmal bessere Wirkungsgrade gewinnen kann.
00:29:01: Ich habe euch beide, also es war glaube ich kein Zufall, dass Basinger sagte, ihr redest zuerst über Menschen.
00:29:06: Ich habe euch beide noch nie so sehr A entweder über technische Themen jammern hören.
00:29:11: Noch habe ich euch gehört, dass der Grund, warum ihr so erfolgreich ist, irgendwie ein Stück Code oder eine besondere Plattform ist oder so.
00:29:18: Liege ich da richtig oder habe ich da was übersehen?
00:29:21: Ich glaube, da legst du ganz richtig.
00:29:22: Also Technik unterstützt uns in der Performance, aber es ist nicht alles quasi.
00:29:27: Also in unserem CRM-technischen Setup ist es so, dass wir mit SAP Emasis aufgestellt sind.
00:29:32: Das heißt, das ist unser CEP, mit der wir im Endeffekt alle Kommunikation an den Kunden versenden.
00:29:40: Und neben dem nutzen wir noch zwei Tools.
00:29:42: Das eine ist eine AI, um noch besser zu segmentieren, also um wirklich zielgerichtet unsere Kampagne auszusteuern.
00:29:49: Und dann haben wir bei Gamification bei uns ein großes Thema ist auch da ein Tool angeschlossen, was uns ganz viele Gamification Möglichkeiten gibt.
00:29:58: Das heißt, wir gucken, wenn es am Markt Lösungen gibt, die uns helfen und schnell zu verbessern, dann entscheiden wir uns für eine Lösung.
00:30:06: Aber ansonsten entwickeln wir viel intern selber.
00:30:09: Also ja, mit der Technik sind wir eigentlich sehr zufrieden.
00:30:12: Ich weiß nicht, wie dein Gedanke dazu ist.
00:30:14: Also
00:30:15: vielleicht zwei Sätze dazu.
00:30:17: Grundsätzlich glaube ich, dass wir ein sehr gutes und ausgeprägtes, technisches Setup haben und dementsprechend wir auch zufrieden sind mit dem Partner, mit dem wir dort zusammenarbeiten.
00:30:26: Aber ich glaube wirklich, der Unterschied ist dann, wie man auf der Technik wirklich arbeitet, weil noch mal Emasis hat nicht nur uns als Kunden, sondern es gibt sehr viele tatsächlich.
00:30:36: Und es ist glaube ich wirklich auch einer der Anbieter, die ja nicht nur ein bisschen teurer, sondern eben halt auch ein bisschen mehr unter der Haube haben.
00:30:43: Aber man muss dann eben halt die richtigen Prozente dann auch rausholen.
00:30:47: Verstehe ich total.
00:30:48: Die Gamification habt ihr schon ein paar Mal genannt.
00:30:51: Könnt ihr mir ein Beispiel nennen, was so typische Gamification-Fälle sind?
00:30:56: Wie ist das vermutlich, ist das ein Engagement-Thema, ist das ein Rückkehrer-Thema, ist das ein Abselling-Aktivierungsthema?
00:31:04: Was macht ihr mit Gamification?
00:31:05: Also der Fokus auf jeden Fall bei Gamification ist, Engagement zu steigern.
00:31:09: Wir gucken ja auch immer unsere vier Pillars, von denen Bastian vorhin schon mal gesprochen hat.
00:31:13: Okay, wie kann CRM da auch gut drauf einzahlen?
00:31:16: Und um Engagement zu steigern mit unseren Kunden ist Gamification da eigentlich so unser Must-Have.
00:31:22: Das heißt, wir haben das schon jahrelang immer wieder gemacht, so kleine Gewinnspiele für unsere Kunden erstellt.
00:31:27: Aber dachten uns dann vor zwei, drei Jahren, wir wollen das einfach noch professionellisieren und haben uns dann entschieden, okay, wir gucken auf den Markt, gibt super viele gute Tools, die auch alle nicht so teuer sind.
00:31:36: Das heißt, man kann da relativ viel rausholen, wenn man die anschließt, haben uns dann für ein Tool entschieden.
00:31:41: Und ich glaube mittlerweile fast fünfzehn verschiedene Games gespielt für unseren Kunden in zwei Jahren.
00:31:46: Also wir gucken da auf jeden Fall auch sehr viel auf Vielfalt, damit es irgendwie nicht langweilig wird, damit wir uns auch so ein bisschen von Wettbewerb abhegen.
00:31:54: Und so klassische Game-Formate, die wir spielen, sind viele Luck-Games, also so gute Glück haben muss.
00:32:00: Das heißt, so ein Klassiker ist das Wheel of Fortune.
00:32:02: Das macht also viele Leute einen Glücksrat.
00:32:05: Das ist jetzt nicht das Outstanding-Game, aber es ist immer einer der Top-Performen.
00:32:09: Deswegen macht es glaube ich auch jeder.
00:32:10: Aber bei uns performt auch ganz Nyslot Machine, Nysquatch Card.
00:32:16: Letzte Woche gerade hatten wir ein ganz besonderes Game, das Steinschere Papier Game zum Steinschere Papier Feiertag.
00:32:23: Das war auch ein ganz schöner Aufhänger und das fanden unsere Kunden auch ganz cool.
00:32:26: und neben diesen reinen Glücksspielen machen wir auch gerne Skill Games für unsere Kunden.
00:32:31: Das heißt, da sind ja noch ein bisschen mehr involviert.
00:32:34: Das heißt, die Engagement-Zahlen gehen noch mehr hoch.
00:32:37: Da gibt es zum Beispiel so ein Drop Game, da musst du dann irgendwie Düfte auffangen und dann musst du eine gewisse Punktzahl erreichen und dann kannst du auch Liederboards einbauen.
00:32:44: Das heißt, man sieht auch wirklich im Vergleich zu anderen Kunden von Flakoni, wo stehst du denn?
00:32:49: Und die Leute, die ganz oben stehen, kriegen auch noch ein nettes On-Top-Incentive.
00:32:53: Das heißt, da ist auf jeden Fall mal ganz viel Competition auch unter den Kunden, was schön ist.
00:32:57: Ansonsten hatten wir auch letztens so ein Hittemole.
00:32:59: Das kam auch ganz gut an.
00:33:01: In Memory spielen wir sehr oft mit unseren Kunden.
00:33:04: Ich glaube, wir haben da eine gute Vielfalt und schauen auch immer, dass ein gutes Engagement bei rumkommt.
00:33:09: Das heißt, wir gucken auf unsere Klickzahlen, wir gucken auf die Teilnehmerzahlen der Kunden bei den Spielen, aber auch wirklich immer mal wieder was Neues auszuprobieren.
00:33:18: Spektakulär.
00:33:19: Ich sehe das natürlich wie bei den asiatischen Playern,
00:33:22: die jetzt
00:33:23: auch praktisch von der SEA-Strecke in Gemini-Vacation rein locken.
00:33:26: Ihr macht das oder stelle ich mal bei Bestandskunden, wo ihr schon einen Dialogweg ran habt.
00:33:32: Ihr schickt keinen von der SEA-Strecke in den Wheel of Fortune.
00:33:35: Grundsätzlich ist das, glaube ich, zu ninety-fünf Prozent ein Retention-Thema.
00:33:41: Wir machen gerade erste Tests im Social Media quasi auch, um solche Spiele auszuprobieren.
00:33:46: Also wir sind schon Personen, die sich auch die Chinesen sehr genau angeguckt haben und sich die Frage gestellt haben, was kann man sich eigentlich abschauen?
00:33:55: Wir machen es einfach nur nicht so.
00:33:56: Over the top.
00:33:57: Das heißt also, wir müssen schauen, wir sind in dieser Premium-Beauty.
00:34:01: Das heißt, wir müssen insbesondere auch diesen Marken natürlich gerecht werden.
00:34:06: Und dementsprechend ist es nicht irgendwie an uns diesen Shop zu einem bling-bling irgendwie ein Themu, zwei Punkt Null zu machen oder sowas, sondern weiterhin die Bühne für die großen Marken zu bieten auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite natürlich auch das Interesse des Nutzers zu spiegeln.
00:34:22: Und heutzutage ist Gamification ein Thema.
00:34:26: Da haben die Leute Bock drauf.
00:34:28: Wir engageen sie damit, bieten ihnen die Möglichkeit, mit uns zu interagieren.
00:34:32: Und es gibt auch einige Leute, die kriegen dann Gutscheine, weil sie zum Beispiel sehr gut gespielt haben und dann kaufen die bei uns.
00:34:38: Das freuen wir uns drüber.
00:34:39: Ja, das könnte ich auch gut kalkulieren.
00:34:41: Unsere Gutscheine muss man ja nicht irgendwie mit der abgesägten Schrotflinte verteilen, sondern das kann man ja irgendwie belohnen.
00:34:46: Viel besser, also nochmal auch da.
00:34:48: Meine Wahrnehmung ist so ein bisschen, Wenn der Kunde dafür gearbeitet hat, dann ist es ihm was wert.
00:34:53: Das heißt, alles, was du dich angestrengt hast, was du dich engagiert hast, hat einen anderen Wert als ich gibst dir einfach.
00:34:59: Und dementsprechend, Erik, wenn du was von mir willst, dann musst du dafür arbeiten.
00:35:04: Und dann wird das gut.
00:35:06: Da muss ich ein bisschen Wheel of Fortune und Slot Machine spielen.
00:35:08: Das verstehe ich schon.
00:35:10: Also... Da komme ich immer vor wie einer der echt aus einer anderen Generation kommt, komme ich ja auch.
00:35:17: Aber ihr macht das ja maßvoll und alles was ihr tut, messt ihr ja und das funktioniert ja auch.
00:35:22: Also was soll ich dagegen argumentieren, nur weil ich das als Konsument irgendwie befremdlich finde, aber das Panel of One.
00:35:28: Also deshalb.
00:35:28: Und in meiner Generation hat man Gutscheine verteilt, wenigstens Gutes ohne zu differenzieren.
00:35:33: Apropos differenzieren, Julia, du sagst das gerade, ja, natürlich ihr müsst sehr gut in Segmentierung sein.
00:35:40: Hab ich tätig verstanden, dass, als wir kurz über die Toolwelt gesprochen haben, das ist dein AI-Tool, dir hilft, bei den Segmenten zu bilden.
00:35:48: Richtig.
00:35:48: Genau, das stimmt.
00:35:49: Also wir entteilen da so ein bisschen unsere Segmentierungsstrategie einmal für unsere Ad-Hoc-Kampagnen, also die ganzen News-Setter, die wir teilweise täglich versenden.
00:35:58: Und hierfür nutzen wir eine AI, weil die einfach viel effizienter ist.
00:36:01: Also jeder, der im CRM arbeitet, weiß, wie lange es auch dauert, gut zu segmentieren.
00:36:07: Das heißt, das haben wir schon vor vier Jahren eingeführt, damals auch ein Dreiviertelang getestet.
00:36:11: Damals war das noch meine Aufgabe, als ich noch im Team war.
00:36:14: Das heißt, ich habe sehr lange AB getestet, meine eigenen ... gegen die AI.
00:36:18: und dann hatten wir unter Ablift von neununddreißig Prozent im NOI plus Zeiterspann.
00:36:24: Es war bei achtzig, neunzig Prozent.
00:36:26: Also es geht halt super schnell.
00:36:28: Und die nutzen wir aktuell zur kompletten Newsetter-Segmentierung.
00:36:31: Das heißt, die verschiedenen Content-Kampagnen, Supplier-Kampagnen werden darüber segmentiert, damit wir halt auch nicht jeden Kunden immer mit allem beschallen, weil nicht jeder Kunde interessiert sich vielleicht für die neuen Mascara-Guide oder nicht.
00:36:44: jeder Kunde möchte Ingredients von ein paar Füllen wissen, wenn es für ihn vielleicht nicht relevant ist.
00:36:49: Das heißt, Für unsere E-Talk-Kampagne nutzen wir sehr viel DIY.
00:36:54: Was unsere Automatisierungen angeht, da machen wir die Segmentierung noch selber.
00:36:57: Da gehen wir ganz stark nach dem RFM-Modell vor.
00:37:00: Das heißt, wir gucken wirklich, okay, welche Kaufdaten haben wir vom Kunden?
00:37:05: Welche Verhaltensdaten sammeln wir im Shop ein?
00:37:07: Das heißt, Pixel ist im Shop integriert.
00:37:09: Wir wissen irgendwie, wo bricht der Kunde, auf welcher Webseite an, ab und können ihn dann halt nochmal kontaktieren.
00:37:16: haben auch zudem noch über hundert weitere Datenfelder von unserer BI, die täglich teilweise auch in Echtzeit geupdatet werden bei uns in dem Asus.
00:37:25: So was wie, was sind deine top drei Lieblingsmarken, was ist pro Kunde die Average Interpurchase Time, damit wir wirklich so spezifisch möglich, gerade bei den Automatisierungen wirklich segmentieren können, damit wir dich halt genau an den Punkt an deiner Customer Journey kriegen.
00:37:40: Dein nächster Kauf sehr wahrscheinlich ist.
00:37:43: Und wie wirkt diese Segmentierung dann?
00:37:47: Ausspielpunkt für diese Datenpunkte.
00:37:51: Sind das dann On-Site- und Premise-Informationen?
00:37:53: Sind das Push-Notifications, E-Mails oder Re-Targeting-Logiken?
00:37:59: Der Hauptfokus bei uns ist, weil wir stark aus dem E-Mail-Marketing kommen, die E-Mail, aber auch Push-Notifications ist schon sehr viel automatisiert bei uns.
00:38:07: Das heißt, das ist auch für die nächsten paar Monate ein großer Wachstumshebel für uns, noch mehr bei Push zu automatisieren.
00:38:14: Aber beispielsweise, wenn wir jetzt bei der E-Mail von Zahlen reden, Wir haben mittlerweile über ein tausend E-Mails, die wir automatisiert jeden Tag raus senden.
00:38:22: Und das ist auch, wenn man auch nochmal auf den Umsatz guckt, für uns auch der wichtigste Umsatzanteil im CRM.
00:38:29: Also über sechzig Prozent vom Umsatz machen wir mit diesen Automatisierungen.
00:38:33: Das heißt, das ist so eine ganz angenehme, safe Nummer für uns.
00:38:36: Der Umsatz kommt halt immer rein und die anderen dreißig bis vierzig Prozent müssen wir so ein bisschen kämpfen.
00:38:41: Aber wie wir schon am Anfang gesagt haben, das läuft auch ganz gut.
00:38:44: Damit ich das richtig verstehe, kannst du mir noch kurz mal die Differenzierung machen, wann in welchen Fällen du eher AI segmentierst und wann du eher konventionell automatisiert und warum.
00:38:57: Also AI-Segmentierung bei uns ist wirklich bei den klassischen Newsletter.
00:39:01: Das heißt Content-Kampagnen, die wir einmalig aufsetzen.
00:39:04: Das ist eine einmalige Talk-Kampagne.
00:39:06: Okay, das kann
00:39:06: in langen
00:39:07: Rheinwandeln
00:39:08: lernen kannst.
00:39:08: Genau.
00:39:09: Und für eine Automatisierung, da benutzen wir unsere eigene Segmentierung.
00:39:14: Kann
00:39:14: es auch sein, dass es zu teuer wäre, über alles mit AI zu laufen?
00:39:17: Ich weiß, dass ihr irgendwie ein paar Millionen, vier Komma, sieben Millionen aktive Kunden habt, ungefähr.
00:39:22: Stimmt das?
00:39:22: Ich glaube,
00:39:22: das ist kein Kostenthema.
00:39:24: Tatsächlich macht es aber ganz viel Sinn.
00:39:26: Das heißt, also nochmal diese automatisierten Strecken sind, wir nennen das auch Trigger-E-Mails.
00:39:31: Das heißt, also es gibt irgendwie einen Auslöser und daraufhin kommt die Kommunikation sozusagen raus und dementsprechend machst du diese Themen, baust du einmal auf.
00:39:40: Ich meine nochmal, auch da steckt eine Menge Arbeit drin.
00:39:43: Da steckt eine Menge tatsächlich auch, tatsächlich Verstand drin.
00:39:46: Danach kommt der Umsatz automatisch, aber das muss erstmal alles erarbeitet werden.
00:39:51: Das ist das erste.
00:39:52: und vielleicht noch mal ganz kurz zur AI.
00:39:55: Wir gucken oder die EI schaut für uns, wen könnte bestmöglich diese Information eigentlich interessieren und benutzt einfach alle Daten, die vorhanden sind, Klickverhalten, Kaufverhalten, Geschlecht, alles, was wir haben.
00:40:09: Und dann sagt die EI, guck mal, von unseren X-Millionen sind vielleicht diese siebenhunderttausend, die richtigen Leute.
00:40:16: Und dann schreiben wir die an.
00:40:17: Und das kannst du heutzutage eigentlich manuell aus meiner Sicht wirklich auch gar nicht mehr irgendwie machen.
00:40:23: Okay, verstehe ich.
00:40:24: Was sind aus eurer Sicht oder deiner Erfahrung, Julia, die großen Unterschiede zwischen der Segmentierung und einer Personalisierung?
00:40:34: Ich meine jetzt nicht wie beide, also wir alle drei wissen, was die Definition zwischen Segmentierung und Personalisierung ist, aber also, unterstell mal, der Aufwand für Personalisierung, von relevanten Personalisierungsformationen, der ist ja ungleich höher zumindest.
00:40:50: mit traditionellen Werkzeugen.
00:40:53: Und der Nutzen, also die Frage ist ja immer, bei Personalisierung ist der Nutzenergebnisbeitrag, das Nutzenergebnisbeitragsverhältnis irgendwie günstig, ist es egal oder ist es gar schlecht.
00:41:05: Was ist deine Sicht da drauf, Jürger?
00:41:07: Genau, im Bereich Personalisierung nutzen wir viel, was auch schon in unserem Tool integriert ist.
00:41:13: Das heißt, so viel Produktpersonalisierung auf Basis.
00:41:15: Was hast du dir im Shop angeguckt?
00:41:17: Was hast du zuletzt gekauft?
00:41:18: Gerade arbeiten wir auch mit dem Datateam an dem Projekt.
00:41:21: Wir nennen das so ein bisschen Intern-CM-Retargeting.
00:41:23: Das heißt, wir wollen irgendwie nicht nur diesen einmaligen Trigger raus senden, wenn jetzt beispielsweise ein Produkt auf deiner Visualist im Prize getroppt ist.
00:41:31: Das ist zum Beispiel eine Automation, die wir haben, die rausgeht.
00:41:34: Aber wir wollen eigentlich diese Informationen auch in den Kampagnen... die eigentlich zu dem Zeitraum generell an dich rausgehen.
00:41:39: Also du bist zum Beispiel in dem Content Newsletter an dem Tag.
00:41:42: Dann möchten wir das da natürlich auch reinbringen, weil das ist natürlich die relevante Information für dich an dem Tag.
00:41:47: Das heißt, wir gucken auch aktuell, okay, wie können wir die Kampagnen, die wir haben, was für mich Personalisierung ist?
00:41:53: Also wirklich zu gucken, das ist mein Medium, das ist meine E-Mail, das ist meine Push Notification.
00:41:57: Wie kann ich das noch persönlicher für jeden Kunden machen?
00:42:00: Und bei dem einen ist es vielleicht, hey, du hast zum Beispiel heute Geburtstag, dann gratulieren wir dir da drin noch zu deinem Geburtstag.
00:42:06: ist etwas out of stock gewesen, ist zurück im Stock.
00:42:09: Das heißt, wir gucken wirklich, was sind eigentlich die relevanten Informationen, die wir dir in der klassischen Kommunikation noch mitgeben können.
00:42:15: Das ist so für mich der Bratpersonalisierung.
00:42:18: Und Segmentierung ist für mich so das klassische Tageting.
00:42:20: Also wen will ich überhaupt erreichen?
00:42:22: Verstehe ich.
00:42:23: An der Stelle immer so ein Praxisbeispiel.
00:42:24: Also wenn Pastian ist ja jetzt irgendwie ein Half Value-Customer.
00:42:28: Die ganze Branche weiß, dass er gerade fünfzig Jahre alt geworden ist.
00:42:31: Was war denn jetzt bei Pastian?
00:42:33: Ihr Lüge,
00:42:33: Lüge.
00:42:35: Der Geburtstag kommt erst noch.
00:42:36: Ja, aber wir nehmen den Podcast jetzt auf.
00:42:37: Aber
00:42:37: ich bin tatsächlich der beste Kunde, was Adventskalender angeht, bei Flakoni.
00:42:41: Das kann ich wirklich bestätigen.
00:42:42: Und Beautyboxen.
00:42:43: Und Beautyboxen tatsächlich weit vorne.
00:42:45: Dementsprechend, also bin ich wirklich ein... High Value Customer, das ist so.
00:42:49: Ja,
00:42:49: nur um die Lüge zu dementieren, wenn dieser Podcast erscheint bist du fünfzig Schatz.
00:42:53: Okay, akzeptiert.
00:42:56: So, also was wird in Bastians Mailbox drin sein?
00:43:01: zusammen, Fünfzigsten?
00:43:02: Also
00:43:02: er wird auf jeden Fall eine schöne E-Mail von uns bekommen, gehe ich mal davon aus, wo wir ihm gratulieren.
00:43:08: Er kriegt einen attraktiven Gutschein, also dass wir sagen, hey, heute ist dein Geburtstag, deswegen haben wir was ganz Besonderes für dich.
00:43:14: Wir danken uns auch für die Treue bei Flakoni.
00:43:17: Das heißt, wir haben wie viele andere auch eine Geburtstagskampagne, die wir rausschicken.
00:43:23: eine zusätzliche Content-Kampagne ist, dann kann er die auch
00:43:25: bekommen.
00:43:26: Okay, der Gutschein-Wert ist der gleiche für alle.
00:43:28: oder ist der Gutschein-Wert und der Mindestbestell-Wert bei ihm ein anderer als bei jemand, der vielleicht sparsamer ist als was?
00:43:34: Nein,
00:43:34: da unterscheiden wir noch gar nicht.
00:43:35: Also wir geben wirklich jedem Kunden das gleiche an Wert.
00:43:39: Wir unterscheiden eher, wo befindest du dich?
00:43:40: in der Customer Journey?
00:43:41: Das heißt, kurz nach deinem Kauf kriegst du noch nicht so einen hohen Gutschein, wie wenn du vielleicht reaktiviert werden musst und wir versuchen da noch ein bisschen mehr Geld auszugeben, um dich wirklich zurückzubekommen.
00:43:51: Super, jetzt habe ich jetzt die Einmalige Gelegenheit, euch beide an einem Tisch zu haben und das ist alles nicht abgesprochen, aber ich habe eigentlich schon zu Julian auch zu Bastian gesagt, ich finde es so toll, dass ihr beide da seid und dass wir über die Tiefe von CRM einsteigen können.
00:44:07: Jetzt haben wir auch verstanden, das ist hier eine Top-Priorität, aber es muss ja immer weitergehen.
00:44:11: So, Julian, sag mal, was hast du denn in Bastian's Richtung auf deiner Wunschliste, damit dieses Bestandskundenwachstum, diese Bestandskundenwerte sich weiterhin so positiv zu entwickeln.
00:44:23: Was wünschst du dir für die nächsten drei Jahre von Bastian?
00:44:26: Also ich glaube, wir arbeiten eigentlich ganz gut zusammen.
00:44:29: Das heißt, es gibt gar nichts auf der Wunschliste.
00:44:31: Eigentlich.
00:44:33: Ohne eigentlich.
00:44:34: Wir arbeiten ganz gut zusammen.
00:44:35: Das heißt, wenn ich einen Wunsch habe, spreche ich den sofort auf und heb mir den nicht auf.
00:44:39: Das heißt, es gibt jetzt keine Wunschlüsse, was ich in drei Jahren zum Beispiel haben möchte, was ich jetzt vielleicht noch nicht bekomme.
00:44:47: Wir arbeiten eigentlich konstant an Projekten, um uns zu verbessern.
00:44:50: Ein Projekt, das wir jetzt zum Beispiel gerade machen.
00:44:52: sehr im Bereich Effizienz auch reingeht und Internationalisierung ist die komplette Umstellung auch, wie wir eine E-Mail-Kampagne erstellen.
00:45:01: Das heißt aktuell sehr manuell für mittlerweile zwölf Länder.
00:45:04: Das ist irgendwann relativ schwierig abzubilden mit dem Team-Setup.
00:45:07: Das heißt, wir arbeiten jetzt an einem Projekt, das heißt so auf Basis von Table Imports, dann wirklich die E-Mail automatisiert zu erstellen.
00:45:14: Das ist so ein Projekt, das habe ich Bastian erzählt und er fand das natürlich direkt super, weil effizient Zeit einsparen, mit mehr Zeit kannst du ja noch mehr Kampagnen machen und das alles noch persönlicher machen.
00:45:25: Das heißt, es gibt für mich gerade eigentlich gar keinen Wunsch, was ich in zwei bis drei Jahren machen will.
00:45:31: Wir evaluieren aber auch regelmäßig Themen, die vielleicht zum Beispiel auch ein bisschen teurer sind.
00:45:37: ist ja auch das Ziel wirklich auch kostengünstig, nicht nur im CRM, sondern im ganzen Marketing unterwegs zu sein.
00:45:43: Dann gucken wir uns auch Themen wie RCS und WhatsApp an und ich finde die Grundsätzlich auch super spannend.
00:45:48: und hätte da, wenn es rein wirklich, wenn man gar nicht auf die Kosten guckt, hätte ich da voll Bock, das auszuprobieren.
00:45:53: Wenn ich aber auf die Kosten gucke und mir überlege, ist das wirklich incremental revenue oder ist das einfach vielleicht auch einfach nur von einem anderen Kanal so ein bisschen weggenommen, dann bin ich da noch nicht so hundert Prozent überzeugt.
00:46:04: Das heißt, deswegen aktuell kein Wunsch, aber vielleicht entscheiden wir uns in zwei bis drei Jahren um.
00:46:09: Aber deine Testbudgets, du bist happy mit deinen Testbudgets und den Ressourcen, die du zum Testen hast, sagen wir uns ganz viele, also das ist ja momentan so der neben allen technischen Themen so, das heiße Thema, dass alle jetzt Communities bauen wollen.
00:46:21: Also das wollen ja vor allen Dingen auch eure Lieferanten, die bauen ja auch an ihren Communities, das ist ja im DTSI immer so ein Thema, ist das für euch ein Thema.
00:46:30: Da gebe ich ganz gerne an Bastian ab, weil da haben wir schon sehr viel drüber gesprochen.
00:46:34: Ich würde nochmal einmal ganz kurz vorne anfangen.
00:46:36: Ich glaube schon, dass Julia auch Wünsche hat, die ich nicht erfüllen kann und dann aber hoffentlich die richtigen Argumente habe, dass wir die Ressourcen an einer anderen Stelle dann eben halt verwenden.
00:46:48: Ich glaube grundsätzlich haben wir eine ganz tolle Situation hier bei Flakoni, dass wir allein im Data Department, ich glaube dort ist es gerade auch ein paar mal genannt, die Kollegen über dreißig Kollegen haben ja alleine in Data unterwegs.
00:46:59: sind.
00:47:00: Im Tech-Department sind es nochmal achtzig Leute, die hier an der Weiterentwicklung an den gewissen, an den ganzen Themen arbeiten und dementsprechend haben wir erst mal überhaupt eine.
00:47:10: gute Ressource, was Umsetzung angeht und B. Und das ist, glaube ich, der große Vorteil dadurch, dass der Bereich CRM namentlich in der Strategie vorhanden ist.
00:47:20: Mit dem retention Thema ist man immer vorne dabei.
00:47:23: Das heißt also, die Argumente liegen schon auf der Hand und sind quasi auch dem ganzen Unternehmen bekannt.
00:47:28: Und dementsprechend versuchen wir schon die Themen, wo wir einfach auch Impact sehen auf unsere Wirtschaftlichkeit, auf einfach das Wachstum, die natürlich dann eben halt auch als Erste zu machen.
00:47:39: Also erstmal das mal vorweggeschoben und das Thema Community vielleicht noch mal ein bisschen weiter ausgeholt.
00:47:48: Wir sagen hier ganz häufig nicht nur Beauty in your pocket als Strategie, sondern was wir hier machen ist WeCommerce.
00:47:54: Das heißt also nicht das eCommerce-Thema in Richtung kurzfristiger Optimierung, sondern das We, das Miteinander, das Wir ist für uns der entscheidende Unterschied.
00:48:03: Und beim Wir haben wir drei Zielgruppen, die wir im Blick haben.
00:48:06: Einmal die Flaconis, also alle Kollegen, alle Mitarbeiter, wir das Team.
00:48:11: Das nächste sind unsere Partner Brands, also Dior, Chanel, die großen Marken, die wir verkaufen.
00:48:18: Die brauchen auch tatsächlich eine sehr gute Betreuung oder ein sehr faires Miteinander.
00:48:23: Und Last but not least natürlich der Kunde.
00:48:25: Das heißt also Community Management, Customer Management, alles was man tut, um weiterhin wie gesagt im Kopf vom Kunden an der richtigen Stelle, nämlich als die Beauty Platform Nummer eins tatsächlich zu erschreiben, wenn du was brauchst.
00:48:40: Für mich ist das eher ein Thema, dass wir insbesondere durch Social Media treiben.
00:48:46: Das heißt also, wo wir versuchen, wie gesagt auch Community-Maßnahmen sehr aktiv tatsächlich zu machen.
00:48:52: CRM in meiner Sicht ist insbesondere der Kontaktpunkt und der Engagingpunkt, um die Leute weiterhin in unserem Funnel an der richtigen Stelle zu haben.
00:49:03: Und alles das, was Julia schon erzählt hat, sind natürlich Maßnahmen, die auch in die Richtung einzahlen.
00:49:09: Verstehe ich.
00:49:10: Deshalb fällt mir gerade noch mal ein, auch wenn es jetzt kein Bindung, sondern eher ein Gewinnungsthema ist.
00:49:15: Euer jetziger Eigentümer oder eure Eigentümergruppe betreibt ihr im Kerngeschäft ein TV-Business.
00:49:22: Also wenn
00:49:22: wir so weiter wachsen, sind wir demnächst das Kerngeschäft.
00:49:27: Also so, aber inwiefern, es steht ja auch bekannte Information, dass es einen Verkauf ansteht, inwiefern seid ihr abhängig von der TV-Reichweite?
00:49:37: Also noch mal zur Einordnung nicht.
00:49:38: Weiß ich wirklich, ob irgendwie demnächst ein Verkauf kommt, weiß ich nicht.
00:49:41: Würde sagen die Gerüchteküche.
00:49:42: Genau, aber grundsätzlich, grundsätzlich, dass ich glaube ProSieben gar nicht böse wäre, wenn wir zu einem guten Preis verkauft würden, das kann ich bestätigen, dementsprechend, also das ist glaube ich nochmal... zur Einordnung.
00:49:57: So Thema TV und Erfolg eines e-Commerce-Unternehmens.
00:50:01: Ich glaube ganz fest daran, dass in einer vernünftigen Medienstrategie TV durchaus seinen Wert hat und insbesondere dazu dient, um Reichweite und Bekanntheit herzustellen.
00:50:12: So, das ist ein Thema, was wir auch machen im internationalen Kontext.
00:50:15: Das heißt also, wenn ich mir gerade anschaue, dann machen wir noch TV-Werbung in der Schweiz, in Österreich und auch in Polen.
00:50:21: Ganz neu im übrigen gerade angefangen.
00:50:24: Wenn wir uns aber anschauen und auch Julia hat gerade das magische Wort incrementell benutzt.
00:50:31: ist das quasi die entscheidende Frage.
00:50:33: Wenn wir jetzt, und wir haben tolle Konditionen, mit denen wir TV-Werbung auf ProSiebenSat.Eins machen können, weitere Spots auf ProSiebenSat.Eins zeigen, haben wir einfach nicht mehr gesehen, dass sich zusätzlich noch was bei uns getan hat im deutschen Geschäft.
00:50:46: Und deswegen haben wir Ende Januar auch entschieden, erst mal keine TV-Investments mehr zu machen.
00:50:52: Das ist also auch keine Absage jetzt für immer.
00:50:55: Aber wir haben festgestellt, dass derzeit tatsächlich unser Brandmarketing an anderen Stellen besser aufgehoben ist, um ein paar Beispiele zu nennen, wo wir sehr erfolgreich gerade sind.
00:51:04: Wir haben eine sehr große Autofahrung-Kampagne gemacht, die sehr erfolgreich gewesen ist und wir sind super große Freunde von Podcast Marketing, was wir sehr, sehr stark ausbauen, was wirklich auch ein totales Erfolgsbeispiel ist und dementsprechend haben wir die Euros ein wenig aus dem TV-Thema rausgenommen und geben sie woanders aus.
00:51:24: Okay, also man kann nicht sagen, dass ihr vom TV in eurem Kerngeschäft irgendwie abhängig seid.
00:51:28: Also, vielleicht gab es mal eine Zeit, da hat TV uns sehr geholfen, in Deutschland eine Bekanntheit zu erreichen, die uns jetzt hilft.
00:51:35: Dementsprechend, TV hat seinen Beitrag geleistet, muss ich den jetzt noch haben in Deutschland?
00:51:40: Nein.
00:51:41: Okay, verstehe ich.
00:51:42: Zurück nochmal zum CRM, die viele ... Reden jetzt auch von so einer Hyper-Personalisierung auch von Kampagnen, Creatives etc.
00:51:54: Also vom personalisierten Video über Content-Strecken, die kontextualisiert werden für eine besondere Nutzersituation etc.
00:52:06: Meistens wird das von Windoren für AI-Tools irgendwie gepusht.
00:52:10: Man sieht das im E-Commerce noch verhältnismäßig selten.
00:52:13: Kannst du dir vorstellen, Julia, dass du in Zukunft auch so... Panien durch deine CRM-Information, Prozessor all Anreichers, also dass ich zum Beispiel ein anderes Video bewegbild, Snippet sehe, weil ich jetzt irgendwie ein Kunde aus Hamburg Mitte fünfzig bin, ganz anders als Bastian, der irgendwie sechs Jahre jünger ist und stimmt ja gar nicht, fünf Jahre jünger ist und aus Berlin kommt, jetzt aus Berlin kommt.
00:52:42: Ich finde das an sich ein spannendes thema.
00:52:44: wir hatten uns auch glaube ich vor zwei drei wochen mal was angeguckt was mein kollege geschickt hatte.
00:52:48: das war so ein art war ein korb abbrecher die du als video bekommen hast wo dann gesagt wird hey also eine ei sagt ihr hey du hast ja produkt x y im war ein korb heute kriegst du mal fünf prozent kauf doch ein.
00:53:01: Fanden wir ganz witzig.
00:53:02: Ich finde, zum Status quo ist mir das noch zu unnatürlich.
00:53:06: Also ich würde da lieber noch ein, zwei Jahre warten und gucken, bis sich das perfektioniert hat.
00:53:11: Aber ich finde das grundsätzlich spannend.
00:53:12: Also ich glaube, da werden wir in ein, zwei Jahren, wenn das noch ein bisschen mehr Ausgereift ist, auf jeden Fall noch mal drauf gucken, um uns auch einfach weiterzuentwickeln, dass man halt nicht nur bei statischen Bildern bleibt.
00:53:22: Das machen wir auch jetzt schon, dass wir super viel auch mit GIF-Elementen arbeiten, weil wir schon merken, nur Statik allein ist ein bisschen langweilig.
00:53:29: Und ich glaube, dass man da schon noch was rausholen kann.
00:53:31: Vielleicht
00:53:31: noch mal als Ergänzung.
00:53:33: Ich glaube, grundsätzlich sind wir ganz große Freunde, nicht immer die Allerersten zu sein, sondern wir schauen, gibt es wirklich erfolgreiche Use-Cases und ganz ehrlich, dann sind wir sehr schnell im Nachmachen und nochmal besser machen.
00:53:47: Und dementsprechend alles, was du beschrieben hast, ich glaube, das wird kommen in den nächsten drei Jahren.
00:53:52: Machen wir es aktuell schon?
00:53:54: Nein.
00:53:55: Beschäftigen wir uns aktuell wirklich in der Tiefe mit den Themen?
00:53:58: Nein.
00:53:59: Aber sobald wir sehen, dass diese Themen sozusagen für uns greifbar und auch umsetzbar sind, also ich glaube, wir sind, wie gesagt, sehr, sehr stolz darauf, dass wir immer sehr umsetzungsorientiert denken und sagen, okay, wenn eine Idee reif ist, umzusetzen, dann machen wir sie auch sofort.
00:54:16: Wir müssen nicht zwingend die Ersten sein und sagen, okay, weißt du, wir sind der Innovator oder derjenige, der als Erster diese Idee mal gemacht haben muss.
00:54:25: Sondern wir haben gelernt, dass mal jemand anders tatsächlich das Thema zuerst machen.
00:54:30: Und dann, wenn es gut läuft, dann sind wir sehr schnell hinten dran.
00:54:33: Verstehe ich.
00:54:34: Er gibt auch total Sinn und das habt ihr auch bewiesen.
00:54:38: Vielleicht kurzer Sprung aber doch hochrelevant was die Schnittmenge aus Kampagne und der M sein könnte.
00:54:43: eure Retail Media Kunden inwiefern fragen die schon spezifischere Informationen ab außer praktisch Nutzer nicht Nutzer.
00:54:55: Also ich unterstelle mal, dass euer meistens Retail-Media-Geschäft noch endemisch ist, also auf euren Seiten stattfindet.
00:55:03: Gibt es da schon eine Tendenz, dass es auch non endemic, weil ihr habt ja, ihr habt ja, ich glaube kann mir, also ah, die Branche, also eure Lieferanten, die haben ja mal eine richtig gute Marge.
00:55:11: Sobald ich das verstanden habe.
00:55:12: Also die haben es, deswegen ist unsere Marge nicht so gut.
00:55:15: Also die haben eine unglaublich gute Marge, die haben auch unglaublich große Kampagnenbudgets und die machen alles eine sehr stark bewegte Bild, upper funnelig etc.
00:55:26: Wenn ich die wäre, würde ich ja richtig scharf auf eure Daten sein.
00:55:30: Zumindest noch das, was ihr hergeben konnt und wollt, kriegt ihr da schon Markthendenzen ab, dass der Bedarf nach tiefer liegenden Daten steigt.
00:55:42: Also das kann man natürlich nur bestätigen.
00:55:44: Je mehr Daten, desto besser, je besser das Targeting und tatsächlich bis hin zur Personalisierung, das würden unsere Kunden gerne haben.
00:55:54: Auch da muss man einfach schauen, was wirklich machbar ist und wie sehr auch der Vorteil tatsächlich eines Targeting ist.
00:56:00: Einer unserer Erfahrungen ist ganz häufig, dass die Mehrkosten, die durch Targeting entstehen, manchmal sogar höher sind als das, was du nachher an besserer Leistung wirklich bekommt.
00:56:11: Wie gesagt, ich will jetzt nicht irgendwie das Leading, das Targeting, keine gute Idee, das ganze Gegenteil nochmal.
00:56:15: Wir machen die ganzen AI-Sachen und die Themen ja genau deswegen.
00:56:19: Aber Fakt ist, ich glaube, es gibt einen Sweet Spot, den du eigentlich irgendwie erreichen musst zwischen den Informationen, die du relativ schnell und auch günstig bekommen kannst und die du dann bestmöglich nutzen kannst.
00:56:30: Der verschiebt sich jedes Jahr aufgrund der technischen Gegebenheiten und Möglichkeiten immer ein bisschen weiter in Richtung Personalisierung.
00:56:37: Und an vielen Stellen geben wir diesen Schritt natürlich auch sehr proaktiv mit.
00:56:42: Warum?
00:56:42: Weil tatsächlich sich damit gutes Geld verdienen lässt.
00:56:46: So und dementsprechend also sind wir da sehr, sehr aktiv, was A natürlich eben halt das Sammeln der Daten angeht.
00:56:53: B, aber auch natürlich dann ist an der richtigen Stelle zum richtigen Preis an unsere Partner dann wieder abzugt.
00:57:00: und wie du es gesagt hast, wir sind hundertprozent aktuell in unserer Branche unterwegs, das heißt also machen rein endemisches Retail Media Geschäft.
00:57:07: und nochmal das Thema non-endemic ist, weil wir eine super Zielgruppe haben, natürlich auch ein Thema, das wir uns in den nächsten Jahren nochmal ganz genau anschauen werden.
00:57:17: Ich denke mir nur, das wird euch ja Formuli noch viel schlimmer gehen als mir, als Maketier, also E-Commerce Maketier, der irgendwie rechnen kann und muss.
00:57:25: Wir blutet da jedes mal Alles, wenn ich so eine Kampagne eines saumal großen französischen Luxus-Güterherstellern mit vier Buchstaben irgendwie sehe, die offensichtlich für eine rein exklusive weibliche Zielgruppe gemeint.
00:57:40: Und ich weiß ungefähr, in welcher TKP Range das läuft.
00:57:43: Und dann sehe ich, dass dieselbe Kampagne, obwohl es zum Beispiel addressable TV ist, vollkommen ungecapt läuft.
00:57:50: Also ich sehe die gleiche Hoch-TKP-Kampagne irgendwie zehnmal.
00:57:55: Das muss doch... Nondendemisch total wertvoll zu sagen.
00:57:58: ich bin also alle die frage mich in welchen weibchen
00:58:02: spannende aspekt wir arbeiten beispielsweise mit der tray test zusammen.
00:58:06: die haben diese information das heißt die könnten verwendet werden wenn der partner das möchte und dementsprechend also ich sehe das ähnlich wie du.
00:58:13: ich frage mich auch manchmal wer wer wer hat das entschieden und warum kriegt er nichts auf die finger.
00:58:19: oder sie, Entschuldigung.
00:58:21: Also das ist interessant, manchmal so etwas zu sehen.
00:58:25: Und aus meiner Sicht ist das tatsächlich Verschwendung.
00:58:28: Vielleicht der Druck noch nicht hoch genug.
00:58:29: Gut, aber das ist zum Glück nicht unser Problem.
00:58:31: Noch mal in die Schönheiten der CRM-Beltjury.
00:58:36: Ich habe verstanden, ihr testet viel.
00:58:38: Ihr habt eine sehr bewusste Entscheidung, wann ihr early sein wollt und weil ihr einfach nur exekutiert und ihr seid offensichtlich Ein Unternehmen, was nicht nur auf Wachstum, sondern auch sehr stark auf Effizienz achtet.
00:58:49: Da mache ich dicken Haken dran.
00:58:51: Jetzt die Frage an dich.
00:58:52: Wie organisierst du deine eigenen Erkenntnissen, also im Sinne von Priorisierung, also oft ist es ja so, dass man.
00:59:03: dass man weiß, da ist was, aber ich habe Schwierigkeiten zu sortieren, in welcher Reihenfolge ich eigentlich jetzt welchen Test mache, welche Initiative ich holen mache.
00:59:11: Wie machst du das?
00:59:12: Also im Sinne von Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, mit Austausch zu Wettbewerbern und Unternehmen, die ähnliche Herausforderungen haben, Konferenzen.
00:59:21: Also wie machst du deine, deine, deine Wissens- und Erfahrungsoptimierung?
00:59:26: Ja, also ich bin auf jeden Fall sehr gerne auf Konferenzen, auch auf Meetups.
00:59:29: Es gibt so ein monatliches CRM-Meetup in Berlin, wo ich gerne bin und wo wir auch ab und zu mal einfach so Inputs von anderen bekommen, was da gut funktioniert.
00:59:38: Wir geben auch unsere Learnings weiter und da kennt man schon mal gute Insights.
00:59:42: Und wenn wir dann vor einer Sache eigentlich überzeugt sind, dann versuchen wir das auch relativ schnell bei uns umzusetzen.
00:59:48: Also je nachdem, was es für ein Thema ist, ziehen wir dann andere Teams mit ins Boot.
00:59:52: Wir hatten zum Beispiel Anfang des Jahres haben wir auch gestern in gepostet.
00:59:56: Anfang des Jahres auch von einem Wettbewerber oder von einem Kollegen, würde ich eher sagen, in Berlin aus einer anderen Firma den Input bekommen.
01:00:03: Ey, so reine Textmails, die sehen jetzt nicht unbedingt sexy aus, aber die performen richtig stark und dann lachen wir uns so.
01:00:10: Okay, das klingt ja eigentlich ganz gut, weil das ist ja gar kein Aufwand.
01:00:13: Du brauchst ja nicht mal eine Grafik.
01:00:15: Obwohl wir eigentlich immer lernen, Grafiken sind ganz wichtig und auch ganz viele Learnings generiert haben, wie eine super Grafik aussieht.
01:00:21: Dann dachten wir uns, okay, das machen wir jetzt einfach mal.
01:00:23: Dann haben wir noch eine Story drum gebaut und haben gesagt, irgendwie, wir nehmen die direkt von Bastian, also wirklich das CEO schickt dir ein gutes Angebot und du musst dann heute einkaufen.
01:00:33: Und die haben wir auch erst vor zwei, drei Wochen das letzte Mal rausgeschickt.
01:00:36: Das war die stärkste Kampagne des Jahres bisher im CRM.
01:00:40: Das heißt, man kriegt sehr, sehr oft irgendwo Ideen und dann gilt es eigentlich nur im Team zu evaluieren.
01:00:45: Glauben wir jetzt daran und können wir das schnell umsetzen und dann setzen wir das schnell
01:00:48: aus.
01:00:48: Ja, sehr gut.
01:00:49: Der Code Name ist im Übrigen der CEO-Deal gewesen.
01:00:52: Das heißt wirklich, ihr kriegt persönlich Post von mir und dann müsst ihr einkaufen.
01:00:57: Meine beste Newsletter, Öffnungsrate und Conversion war, bitte entschuldigen Sie unseren Fehler.
01:01:04: Ich meine, jetzt ist das eine ... Fati erzählt vom Krieg, das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ...
01:01:12: das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie
01:01:27: ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... ... das war irgendwie ... Ja, aber ist doch gut.
01:01:35: Das war inhaltlich.
01:01:36: Also aus meiner Perspektive ist es immer toll, wenn man gar nicht, also wenn man denkt, wie die Zeit verflogen ist.
01:01:41: Ich hoffe, euch ging es ähnlich und hoffe ich vor allem allen zuhören, dann geht es genauso.
01:01:46: Ich danke euch beiden ganz, ganz herzlich für eure Insights, die Offenheit, den Dialog.
01:01:52: Ich hab wahnsinnig viel mitgenommen.
01:01:54: Ich hoffe, dass wir mal eine Fortsetzung machen können, welche Runde.
01:01:58: Ich wünsche euch beiden viel Erfolg.
01:01:59: ... bei eurem persönlichen, aber vor allen Dingen auch für dieses Unternehmen.
01:02:03: Ich finde das eine richtig außergewöhnliche Geschichte.
01:02:05: Hast du euch auch ein bisschen Spaß gemacht?
01:02:07: Ja, also von meiner Seite auch vielen Dank.
01:02:08: Mir hat es mega viel Spaß gemacht, mit euch zu reden.
01:02:11: War sehr, sehr angenehm und ich fand es auch richtig toll, dass der Fokus auf CRM lag, weil das ja sowieso meine Leidenschaft ist.
01:02:17: Also vielen, vielen Dank dafür.
01:02:18: Danke dir.
01:02:19: Dass ich Fan bin, muss ich glaube ich gar nicht mehr betonen.
01:02:21: Der eigenen Firma und natürlich auch von CRM und auch von Erics Podcast.
01:02:25: Dankeschön, dass wir dabei sein durften.
01:02:27: Schön,
01:02:27: dass ihr dabei wart.
01:02:28: Vielen Dank.
01:02:32: Dies ist eine Produktion der
01:02:34: TLDR Studios.
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